Großgruppenmethoden
Führungskräfte Workshops und Konferenzen: Was Sie schon bei der Vorbereitung und Planung beachten sollten.
Effiziente Führungskräfte-Workshops und Führungskräftekonferenzen durchführen
- 1.Führungskräfte-Konferenzen: Vorhandenes Wissen nutzen.
- 2.Effiziente Methoden - einige Beispiele.
- 3.Grundprinzipien der Großgruppenarbeit mit Führungskräften.
- 4.Worauf Sie schon in der Planungsphase achten sollten.
- 5.Beispiele und Referenzen.
- 6.Führungskräfte-Workshop und Führungskräfte-Training.
- 7.Video Führungskräftekonferenz.
- 8.Nutzen für Top-Management.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Führungskräfte-Workshop lebt nicht vom Vortrag. Er lebt davon, dass das Wissen aus allen Führungsebenen sichtbar und nutzbar wird.
- Die teuersten Fehler passieren in der Vorbereitung: unscharfe Ziele, Moderation aus den eigenen Reihen, ein Frontal-Format ohne Aktivierung.
- Workshop oder Training? Das eine schafft Erkenntnisse für die Organisation, das andere Kompetenzen für den Einzelnen. Wer das verwechselt, verfehlt das Ziel.
Aufgabe von Führung ist es, wesentliche Entscheidungen zu treffen. Gerade in komplexen Situationen ist es unumgänglich, unterschiedliche Perspektiven, Wissen und Erfahrungen in Entscheidungsprozesse einzuspeisen, um eine bestmögliche und mit allen notwendigen Informationen abgesicherten Entscheidung treffen zu können. Ein professionell gestalteter Führungskräfte-Workshop bzw. eine professionell moderierte Führungskräftekonferenz hilft in einem solchen Prozess sehr. Allerdings kann man bei Vorbereitung und Durchführung auch viel falsch machen.
Führungskräfte-Konferenzen: Vorhandenes Wissen nutzen.
An den Schnittstellen von Linien- und Matrix-Organisationen wird üblicherweise viel Wissen angehäuft. Wenn Fachbereiche, Abteilungen, Projektteams oder auch einzelne Fachkräfte über längere Zeit in Ihren Fachthemen wirksam sind, gewinnen Organisationen über die Zeit hinweg in ihren Leistungsfeldern nicht nur Professionalität, sondern auch einen enormen Wissens- und Erfahrungsschatz.
Dieses intuitive Erfahrungswissen ist eine wertvolle und immanente Unternehmensressource.
Aber nicht alle Führungskräfte nutzen dieses Wissen konsequent. Dadurch bleibt nicht selten viel Führungspotenzial ungenutzt.
Aber nicht alle Führungskräfte nutzen dieses Wissen konsequent.
Im Rahmen von einem Führungskräfte-Workshop oder einer Führungskräftekonferenz sorgen wir mit unseren effizienten Methoden dafür, dass das Erfahrungswissen der Organisation „gehoben“und damit strategisch nutzbar wird:
- Mit unseren interaktiven Methoden machen wir das Wissen, den Erfahrungsschatz und die unterschiedlichen Perspektiven aus allen Führungsebenen für alle Führungsebenen sichtbar - und damit nutzbar.
- Durch diesem “Rundumblick” treffen Sie als Führungskraft informiertere und damit (noch) bessere Entscheidungen.
- Mit Hilfe von Ergebnisgalerien, Priorisierungen und interaktiven Formaten werden Erkenntnisse verdichtet, strukturiert und weiter bearbeitbar gemacht.
- In Transferphasen entstehen neue Erkenntnisse und werden die Ergebnisse auf die eigene Abteilung, den eigenen Bereich und das eigene Team „heruntergebrochen“. Das steigert die Relevanz für die Teilnehmenden und vervielfacht die Wirkungen im Unternehmen.
Am Ende unserer Führungskräfte-Workshops und Führungskräftekonferenzen stehen unseren Kunden also
- Neues Wissen
- Verdichtete Erkenntnisse
- Ein strukturierter Handlungsplan ( Was | Wer | Bis wann )
zur Verfügung.
Effiziente Methoden - einige Beispiele.
Unser Methodenkoffer ist groß. Eine vollzählige Aufzählung würde diesen Artikel sprengen. Es gibt aber einige methodische Ansätze, die wir auf den von uns moderierten Führungskräftekonferenzen und Workshops sehr wirkungsvoll einsetzen und die unsere Kunden regelmäßig überzeugen. Dazu gehören unter anderem
- World Café
- Open Space
- RTSC (Real Time Strategic Change)
- Future Search / Zukunftskonferenz
- …und eine Reihe weiterer interaktiver Workshop-Methoden
Grundprinzipien der Großgruppenarbeit mit Führungskräften.
Allen Workshop-Methoden und Konferenz-Designs, die wir entwickeln, legen eine Reihe von Prinzipien zugrunde:

Typischer Phasen einer Führungskräftekonferenz
- Schritt 1: Sammeln von Unterschiedlichen Perspektiven, Sichtweisen, Ansätzen, ersten Vorschlägen
- Schritt 2: Verdichtung des gesammelten Materials in Richtung eines Handlungsplans:
- Was sollte in welcher Reihenfolge wann getan werden?
- Wer muss einbezogen werden bzw. teilnehmen, damit das Vorhaben im Unternehmen erfolgreich sein kann?
- Schritt 3: Priorisierung, Auswahl und Formulierung der wichtigsten Vorhaben
- Schritt 4: Vertiefende Ausarbeitung in Kleingruppen
- Schritt 5: Sharing im Plenum, Diskussion
- Schritt 6: Erarbeiten eines gemeinsamen und verbindlichen Handlungsplans
Worauf Sie schon in der Planungsphase achten sollten.
Bei der Arbeit mit unseren Kunden sehen wir mit gewisser Regelmäßigkeit eine Reihe von Stolperfallen im Rahmen der internen Vorbereitungen von Führungskräfte-Workshops (in der Regel bevor wir in die Projekte einbezogen werden – danach machen unsere Kunden diese Fehler natürlich nicht mehr). Diese Erkenntnisse möchten wir hier mit Ihnen teilen, um Ihnen unnötige “Lernschleifen” zu ersparen. In dieser Übersicht sehen Sie also einige der häufigsten „Stolperfallen“ – und Empfehlungen, wie Sie diese vermeiden:
Die Fehler passieren vor dem ersten Konferenztag
Die häufigsten Stolperfallen liegen nicht in der Veranstaltung, sondern davor: unscharfe Ziele, keine Abstimmung mit laufenden Prozessen, Moderation aus den eigenen Reihen. Heißt: Wer die Vorbereitung unterschätzt, verschenkt die Veranstaltung, bevor sie begonnen hat.
| Stolperfalle | Unsere Empfehlung |
|---|---|
| Ziele der Führungskräfte-Konferenz nicht klar genug formuliert | Wichtige Stakeholder in den Vorbereitungsprozess einbeziehen; durch diese Anreicherung der Binnenperspektiven finden wichtige entscheidende Abstimmungsprozesse schon vor der eigentlichen Veranstaltung statt. |
| Ziele nicht mit anderen relevanten Prozessen im Haus abgestimmt | Erarbeiten eines „Zielbaums“, in dem alle Veränderungsprozesse mit ihren jeweiligen Teilzeilen hierarchisch visualisiert sind. Dadurch sind mit einem Blick Abhängigkeiten, Überschneidungen und Interventionsmöglichkeiten erkennbar. |
| Ziele nicht mit den Teilnehmenden und/oder relevanten „Stakeholdern“ abgestimmt | Extern moderierter Vorbereitungsworkshop mit entscheidungsfähigen Vertretern aller Stakeholder |
| Moderation aus den eigenen Reihen | Externe Beratung und Moderation engagieren. Erleichtert Rollenklarheit, vermeidet Loyalitäts- und Zielkonflikte und garantiert ausgereiftes Prozess- und Methodenwissen für die Veranstaltung und erhöht Erfolgswahrscheinlichkeit dramatisch. |
| Kein methodisch ausgereiftes Konzept | Professionelle methodische Vorbereitung mit Methodenspezialisten, z.B externer Beratung |
| Planung einer „klassischen Konferenz“ im Sinne einer „Frontal-Veranstaltung“ | Einsatz interaktiver, aktivierender und abwechslungsreicher Methoden steigert Produktivität der Teilnehmenden und sichert den inhaltlichen und prozessualen Erfolg der Veranstaltung |
Beispiele und Referenzen.
Wie laufen unsere Führungskräfte-Konferenzen ab, und wie werden die oben genannten Methoden eingesetzt? Hier einige Beispiele und Referenzen. Bitte klicken Sie auf die “plus”-Zeichen neben dem Text, um die Beispiele aufzurufen:
Führungskräfte-Konferenz für Technologie-Konzern
- Teilnehmer: 120 mehrsprachige Führungskräfte eines internationalen Konzerns
- Ziel: Kickoff eines Change-Prozesses, Unterstützung gewinnen
- Vorgehen: Sensibilisierung für das Vorhaben, Sammeln von Herausforderungen und Erarbeiten von Lösungsansätzen; Verabschiedung eines Handlungsplans
- Methodenauswahl: Frontaler Input, World Café, Vertiefung in Arbeitsgruppen
Führungskräfte-Konferenz für Zahlungsdienstleister
- Teilnehmer: 650 Führungskräfte aus dem deutsch- und englischsprachigen Raum
- Ziel: Veränderung und Weiterentwicklung der Führungskultur des Konzerns
- Vorgehen: Frontal-Input, Sammeln und Bearbeiten von Hindernissen, Erfahrungsaustausch, Erarbeiten von Lösungsansätzen; Vereinbaren nächster Schritte
- Methodenauswahl: World Café, Thementische, Elemente aus dem „Design-Thinking“ Framework
Führungskräfte-Konferenz für Medienkonzern
- Teilnehmer: 130 Führungskräfte aus den unterschiedlichen Medienbeteiligungen der Holding
- Ziel: Fortführung des hausinternen Strategieprozesses; Kickoff für die Umsetzungsphase; Unterstützung für die Umsetzung gewinnen, Vernetzung der Führungskräfte
- Vorgehen: „Aufrütteln“ durch den Vorstand, Sammeln der wichtigsten Herausforderungen, Gründung von Umsetzungs-Initiativen
- Methodenauswahl: Elemente aus „Real Time Strategic Change“, World Café zur Priorisierung von Themen; Elemente aus „Open Space „zur Ausarbeitung von wichtigen Vorhaben;
Führungskräfte-Konferenz für internationalen Verlagskonzern
- Teilnehmer: Top Management aus den europäischen Landeszentralen
- Ziel: Kickoff für Umsetzung von zentralen Projekten; Stärkung der Rolle der europäischen Konzernzentrale gegenüber den Landesgesellschaften
- Vorgehen: Herausarbeiten von Anforderungen und des Nutzens für die einzelnen Landesgesellschaften; Erarbeiten eines gemeinsamen „Zielbildes“ im transeuropäischen Führungsteam; Definition von Teilprojekten, Gemeinsamer Handlungsplan
- Methodenauswahl: Elemente aus RTSC/Real time Strategic Change, Knowledge-Café, klassische Metaplan-Moderation
Führungskräfte-Training bei Vermögensverwaltung
- Teilnehmer: 4 Teamleiter, die von „Kollegen“ zu „Vorgesetzten“ wurden
- Ziel: Vermittlung von Basiswissen als Führungskraft; Entwicklung eines gemeinsamen Führungsverständnisses mit den Linienvorgesetzten
- Vorgehen: Entwicklung eines Führungsleitbildes; Training von Fähigkeiten und Fertigkeiten, Fallarbeit
- Methodenauswahl: Leitbildentwicklung, interaktive Methoden / Trainingsmethoden, kollegiale Beratung u.v.a.m.
Impressionen aus unseren Führungskräftekonferenzen
Führungskräfte-Workshop und Führungskräfte-Training.
Worin besteht der Unterschied zwischen Führungskräfte-Workshops und Führungskräfte-Trainings? Wir müssen zugeben: Die Grenzen sind mitunter fließend. Als grobe Orientierung und arbeitstaugliche Abgrenzung der Begriffe lässt sich jedoch folgendes festhalten:
Ein Workshop entwickelt die Organisation, ein Training den Einzelnen. Soll dagegen ein konkretes Team enger zusammenarbeiten, ist ein Teamentwicklungs-Workshop der richtige Rahmen.
| Trainings | Workshops |
|---|---|
| Schwerpunkt: Wissensvermittlung | Schwerpunkt: Generierung von Erkenntnissen und Handlungsplänen |
| Zielt auf Weiterentwicklung von Fähigkeiten, Fertigkeiten und individuellen Kompetenzen („Individualqualifizierung“) | Zielt auf Generierung von Wissen und Erkenntnissen der Organisation als ganzes („Systemqualifizierung“) |
| Oft eingesetzt als Personalentwicklungsinstrument, z.B. als interne Qualifizierungsmaßnahme | Oft eingesetzt zur Generierung von neuen Erkenntnissen, Konsolidierung von neuem Wissen und als Tool zum Erfahrungsaustausch, z.B. in Strategieprozessen |
| Meistens gebucht und initiiert von Human Resources oder Personalentwicklung | Oftmals initiiert durch Linienvorgesetzte, CEOs und Strategieverantwortlichen |
Video Führungskräftekonferenz.
Hier ein Kurzfilm zu einer der Führungskräfte-Workshops, die wir geplant, vorbereitet und durchgeführt haben:
Planning a Workshop, Large Group Event or Conference?
Nutzen für Top-Management.
Welchen Nutzen das Top-Management von gut geplanten und professionell durchgeführten Führungskräfte-Konferenzen hat und wie die Zusammenarbeit mit uns läuft, berichtet einer unserer Konzern-Kunden in diesem Video:
Mit Führungskräfte-Konferenzen und Führungskräfte-Workshops von initio erreichen Sie folgende Ziele:
- Ausgewogene Konferenz-Architektur: Balance zwischen informierendem Input und aktivierenden Elementen
- Aktivierung aller Teilnehmenden: Strategische Nutzung des vorhandenen Wissens in der Organisation
- Strategische Einbettung der Veranstaltung in relevante, bereits laufende Prozesse: So liefern wir stets den größten Mehrwert für die bestmögliche Weiterentwicklung Ihrer Organisation
- Optimale Passung zur Unternehmenskultur: Wir passen unsere Konferenz-Designs stets an das Machbare und Notwendige an – und gewinnen somit ein Maximum an Unterstützung für Ihr Veränderungsvorhaben
Darüber hinaus bieten wir Ihnen im Rahmen der Vor- und Nachbereitung zur Führungskräfte-Konferenz eine kostenfreie Zusatzberatung an,
- wie Sie die Konferenz bestmöglich in laufende strategisch relevante Prozesse oder Strategieprozesse einbetten
- und die materiellen bzw. immateriellen Konferenz-Ergebnisse optimal nachhalten.
Buchen Sie hier eine kostenfreie Erstberatung und erfahren Sie,
- wie Sie das Wissen ihrer Führungskräfte und Mitarbeiter zur Lösung komplexer Fragestellungen optimal nutzen können
- die Konferenz bestmöglich vorbereiten
- wie ein optimaler Ablauf Ihrer Konferenz aussehen könnte.
Wir haben 21 Jahre Erfahrung in der Durchführung von interaktiven Konferenzen und beraten Sie gern!
Häufige Fragen.
Worin unterscheidet sich ein Führungskräfte-Workshop von einem Führungskräfte-Training?
Das Training zielt auf Wissensvermittlung und individuelle Kompetenzen — Individualqualifizierung, meist angestoßen von HR oder Personalentwicklung. Der Workshop zielt auf Erkenntnisse und Handlungspläne der Organisation als Ganzes — Systemqualifizierung, oft initiiert von Linienvorgesetzten, CEOs und Strategieverantwortlichen. Heißt: Die Grenzen sind fließend, die Stoßrichtung ist es nicht.
Warum sollte die Moderation extern sein statt aus den eigenen Reihen?
Externe Moderation schafft Rollenklarheit, vermeidet Loyalitäts- und Zielkonflikte und bringt ausgereiftes Prozess- und Methodenwissen mit. Das erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit spürbar. Wer aus den eigenen Reihen moderiert, sitzt zugleich in der Sache — und kann beides selten sauber trennen.
Welche Methoden eignen sich für Führungskräfte-Konferenzen?
World Café, Open Space, RTSC (Real Time Strategic Change), Future Search beziehungsweise Zukunftskonferenz und weitere interaktive Formate. Ergänzt um Ergebnisgalerien, Priorisierungen und Transferphasen, in denen die Ergebnisse auf den eigenen Bereich heruntergebrochen werden.
Worauf kommt es in der Planungsphase an?
Auf klare, mit den relevanten Prozessen abgestimmte Ziele, die frühe Einbindung wichtiger Stakeholder, ein methodisch ausgereiftes Konzept — und den Verzicht auf das reine Frontal-Format zugunsten interaktiver, aktivierender Methoden.
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