Teamentwicklung
Beratung von Gruppen und Teams.
Mit Prozessberatung die Leistungsfähigkeit von Teams steigern
Das Wichtigste in Kürze
- Über Teamerfolg entscheidet nicht das Was der Arbeit, sondern das Wie der Zusammenarbeit.
- Prozessberatung arbeitet auf der Meta-Ebene: Sie macht Arbeits- und Beziehungsprozesse sichtbar.
- Die investierte Zeit zahlt sich doppelt zurück. Effizienter, zufriedener, konfliktfähiger.
Prozessberatung und ihr Nutzen: Wieso sind manche Teams und Arbeitsgruppen erfolgreicher als andere? Wieso funktioniert Gruppenarbeit in manchen Einheiten gut, in anderen Abteilungen gar nicht? Ist das nur eine Sache der Individuen, der Unternehmenskultur oder gibt es auch noch andere Faktoren, die zum Gelingen von Team- und Gruppenarbeit beitragen? Prozessberatung und die Begleitung von Teams in Entwicklungsprozessen kann hier einen entscheidenden Unterschied machen.
Prozessberatung: Arbeiten auf der Meta-Ebene.
Für den Erfolg von Arbeitsgruppen ist es nicht nur wichtig, was getan und gesagt wird, sondern mindestens genauso entscheidend, wie die Zusammenarbeit funktioniert. Erfolgreiche Arbeitsgruppen und Teams zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie sich immer wieder die Zeit nehmen, den Arbeits- und Gruppenprozess zu reflektieren und sich selbst Regeln geben, wie sie in Zukunft zusammenarbeiten wollen. Ich brauche Ihnen sicher nicht zu sagen, dass Unternehmen und Führungskräfte, die Ihre Arbeitsgruppen zur Reflektion ihres Arbeitsprozesses aktiv ermutigen und befähigen, in der Minderzahl sind. Umso wichtiger ist hier die Rolle von ausgebildeten Prozessberatern. Meine Erfahrung ist, dass sich die zeitlichen, finanziellen und intellektuellen Ressourcen, die in die Reflektion des Arbeitsprozesses investiert werden, am Ende doppelt und dreifach bezahlt machen:
- Teams arbeiten effizienter
- die Arbeitszufriedenheit ist höher
- Klärungsprozesse laufen strukturierter und schneller ab
- Meinungsverschiedenheiten müssen nicht zu Konflikten eskalieren und
- Konflikte können als Motor von Entwicklung respektiert und somit Diversität ausgehalten werden.
Kurz gesagt: Gruppen, die Prozessberatung in Anspruch nehmen, werden mit der Zeit zu echten und leistungsfähigen Teams.
Der Hebel liegt im Prozess
Teams reflektieren ihre Zusammenarbeit selten von allein. Heißt: Der Rückstand zu echten Hochleistungsteams entsteht nicht durch fehlendes Können, sondern durch fehlende Prozessarbeit. Genau da setzt ein Prozessberater an.
Allparteiliche Haltung in der Prozessbegleitung.
Als Prozessberater begreifen wir uns als allparteilich. Wir begleiten, bildhaft gesprochen, einen Weg der Erkenntnis, auf den sich die Gruppe begibt. Unsere Rolle ist es, dafür zu sorgen, dass alle Standpunkte und Meinungen Gehör finden, auch und gerade Minderheitenpositionen. Wir sorgen dafür, dass sich Gruppen Regeln geben, wie sie Entscheidungen treffen wollen. Ich mache Strukturen und Beziehungen innerhalb der Gruppe sichtbar, sofern ungeklärte Beziehungen oder Konflikte innerhalb der Gruppe den inhaltlichen Klärungsprozess behindern. Das verlangsamt zwar zunächst scheinbar das “Vorankommen” auf der Sachebene. In der gelebten Praxis erleben Prozessberater genau an diesem Punkt oft Widerstände, weil sie den “Finger in die Wunde” legen. Oftmals sind es aber eben diese Widerstände auf der Beziehungsebene (die als solche meist nicht offen angesprochen werden), welche ein zügiges Voranschreiten oder das Finden der besten Lösung behindern. Wenn Arbeitsgruppen zu validen und nachhaltigen Ergebnissen kommen wollen, sind genau diese “Schlenker” in die Welt der Beziehungen zwischen den Gruppenmitgliedern notwendig, damit Gruppen ihr volles Potenzial entfalten können. Gut funktionierende Teams erkennt man unter anderem an diesen Indikatoren:
Als Prozessberater begreifen wir uns als allparteilich.
- die besten Ideen setzen sich durch, nicht die Mitarbeiter mit der besten Rhetorik oder dem höchsten Rang
- die Unterschiedlichkeit der Teammitglieder und unterschiedliche ihre Sichtweisen werden als Bereicherung betrachtet
- in funktionierenden Teams wird Kritik wird nicht als Widerstand oder Abwehr bewertet, sondern als Beitrag zum Finden der besten Lösung. Echte Hochleistungsteams Teams empfinden das Ringen um die “beste Idee” nicht als Profilierungskampf, sondern eher als Ansporn und wertvolle Ressource.
- Vorgesetzte ermuntern ihre Mitarbeiter darin, wertschätzende Kritik zu üben und Verbesserungsvorschläge zu machen
- der Energiepegel der Gruppe ist hoch: Körpersprache und Atmosphäre im Raum signalisieren volle Aufmerksamkeit (anstatt lähmende Müdigkeit, mühsam verborgenes Desinteresse oder mentale Abwesenheit)
Facilitator = Ermöglicher von Entwicklungsprozessen.
Der angelsächsische Sprachraum hält für diese Art der Gruppenbegleitung immer noch den schönsten Begriff parat: Der “Facilitator”, also “Ermöglicher”. Dazu schaffe ich als Prozessbegleiter einen geschützten Raum, in dem die normalen “Beziehungsnormen” zunächst einmal außer Kraft gesetzt, beleuchtet und offen hinterfragt werden dürfen. Dies ist ein erster Schritt zur Selbstorganisation der Gruppe, denn diese muss langfristig lernen, ihre eigenen Regeln und Normen zu finden und als Wert stabil zu integrieren. Wir Prozessbegleiter haben also im Grunde die Aufgabe, uns bei erfolgreicher Arbeit selbst überflüssig zu machen (was für mich durchaus ein Ansporn ist, denn ich bin überzeugt davon, dass gute und erfolgreiche Arbeit ein vertrauensvolles Beratungsverhältnis befördert).
Veränderungen in Gruppen und noch viel mehr in Unternehmen brauchen allerdings ihre Zeit. Alle Systeme haben eine latente Neigung zur Destabilisierung, und deswegen zeigt die Erfahrung, dass Veränderungen zunächst regelmäßige Begleitung und “Pflege” brauchen, um sich zu etablieren und stabilisieren.
In der Prozessberatung, bei der Moderation von Arbeitsgruppen, Teambesprechungen, Klausurtagungen, Vorstands- oder Strategiesitzungen arbeiten wir mit Methodenreichtum, konsequenter Visualisierung und auf Basis der systemischen Prozessberatung.
Häufige Fragen.
Was ist Prozessberatung?
Beratung auf der Meta-Ebene. Nicht das Was der Arbeit steht im Fokus, sondern das Wie der Zusammenarbeit — der Arbeits- und Gruppenprozess selbst.
Woran erkennt man ein gut funktionierendes Team?
Die beste Idee setzt sich durch, nicht der lauteste oder ranghöchste Kopf. Kritik gilt als Beitrag, nicht als Angriff. Und die Energie im Raum ist spürbar hoch.
Was macht ein Prozessberater konkret?
Er macht Strukturen und Beziehungen in der Gruppe sichtbar, sorgt dafür, dass alle Stimmen Gehör finden, und hilft dem Team, sich eigene Regeln zu geben. Am Ende soll die Gruppe ohne ihn auskommen.
Wie lange dauert ein solcher Entwicklungsprozess?
Veränderung in Gruppen braucht Zeit. Systeme neigen zur Destabilisierung — deshalb brauchen neue Regeln zunächst regelmäßige Begleitung, um sich zu stabilisieren.
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