Change-Management-Methoden

E-Mail-Newsletter: Schnell, wirksam, interaktiv.

Warum die E-Mail den gedruckten Newsletter schlägt: Tempo, geringer Aufwand, niedrige Antwortschwelle. So wird aus Information ein echter Rückkanal.

Winfried Berner ·2 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Die E-Mail schlägt den gedruckten Newsletter dort, wo es zählt: Tempo, geringer Aufwand, niedrige Antwortschwelle.
  • Kurz und häufig statt lang und selten. Maximal drei Meldungen, davon höchstens eine ausführlich — dann raus damit.
  • Der Rückkanal ist der Punkt. Wer schnell antwortet, macht aus dem Newsletter einen Dialog.

Längst ist E-Mail zu einer festen Größe im Unternehmensalltag geworden, und natürlich wird sie auch als Kommunikationsinstrument im Change Management verwendet. Ihre entscheidenden Vorteile sind Schnelligkeit, einfache Realisierung und eine niedrige Antwortschwelle: Während auf einen gedruckten Newsletter so gut wie niemand antwortet, kann ein elektronischer durchaus Reaktionen auslösen: Es ist halt einfach leichter, in Outlook auf “Antworten” zu drücken als sich zu einem “Leserbrief” aufzuschwingen.

Schnell und einfach.

Schneller ist besser

Wichtig ist, die Schnelligkeit des Mediums aktiv zu nutzen. Bei einem gedruckten Newsletter ist man immer versucht, mit der Kommunikation so lange zu warten, bis acht oder zumindest vier Seiten an Material zusammen sind. (Warum gerade vier bzw. acht? Die Antwort finden Sie, wenn Sie ein DIN A3-Blatt falten.) Die müssen dann noch gelayoutet, gedruckt und verteilt werden, was in der Regel noch mal ein bis zwei Wochen kostet. Für den elektronischen Newsletter gilt genau das Gegenteil: Kürzer ist besser als lang, schnell ist besser als geballt, und häufig kurz ist sehr viel besser als selten lang. Aktualität ist alles.

Aktualität schlägt Vollständigkeit

Der gedruckte Newsletter wartet, bis vier oder acht Seiten zusammen sind. Der elektronische kehrt das um. Heißt: lieber kurz und jetzt als geballt und in zwei Wochen. Tempo ist der eigentliche Vorteil des Mediums — nutzen Sie ihn.

Kurz ist besser als lang

Je kürzer eine Mail ist, desto sicherer wird sie gelesen. Also maximal drei Meldungen, davon höchstens eine ausführlich, und dann nichts wie raus damit! Kein aufwändiges Layout, das dann als PDF-Datei heruntergeladen und ausgedruckt werden muss, sondern einfacher Text – so, wie Sie Ihrem Kollegen schreiben würden. Und zum Antworten einladen! Am besten über einmüssen internes Diskussionsforum: Erstens ist dann die Breitenwirkung größer, weil andere mitlesen und mitdiskutieren können, und zweitens Sie nicht jedem Schreiber einzeln antworten, was bei einer großen Zahl von Antworten viel Zeit kosten kann.

Je kürzer eine Mail ist, desto sicherer wird sie gelesen.

Schnell antworten

Zwischenantwort schlägt Schweigen

Keine fertige Antwort parat? Dann trotzdem melden. Eine freundliche, verbindliche Zwischennachricht bis zum nächsten Werktag hält den Draht warm. Schweigen dagegen killt jeden Rückkanal.

Auch bei der Beantwortung eingegangener Mails gilt das Prinzip Schnelligkeit. Spätestens am nächsten Werktag sollte der Schreiber eine Antwort im Postfach bzw. im entsprechenden Forum vorfinden. Wenn eine inhaltlich befriedigende Antwort so schnell nicht möglich ist, geben Sie ihm eine freundliche und verbindliche Zwischenantwort: “Lieber Herr Kollege, danke für Ihre Anfrage. Ich kann Ihre Frage nicht aus dem Stand beantworten und brauche etwas Zeit zum Recherchieren. Spätestens am Donnerstag hören Sie von mir.”

Häufige Fragen.

Warum funktioniert ein E-Mail-Newsletter besser als ein gedruckter?

Weil die Antwortschwelle niedriger liegt. In Outlook auf "Antworten" zu drücken kostet nichts. Zu einem "Leserbrief" schwingt sich dagegen kaum jemand auf. Heißt: Erst die E-Mail macht aus dem Newsletter einen Dialog.

Wie lang sollte ein E-Mail-Newsletter sein?

So kurz wie möglich. Maximal drei Meldungen, davon höchstens eine ausführlich. Kein aufwändiges Layout, kein PDF zum Ausdrucken — einfacher Text, so wie Sie ihn einem Kollegen schreiben würden.

Wie schnell muss ich auf Antworten reagieren?

Spätestens am nächsten Werktag. Ist eine inhaltlich befriedigende Antwort so schnell nicht möglich, geben Sie eine kurze, verbindliche Zwischenantwort mit einem konkreten Termin.

Wohin mit den Reaktionen der Leser?

Am besten in ein internes Diskussionsforum statt in Einzel-Mails. Die Breitenwirkung ist größer, weil andere mitlesen und mitdiskutieren. Und Sie müssen nicht jedem Schreiber einzeln antworten.

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