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Video: Das Menschenbild der ermutigenden Führung.
Ermutigung ergibt nur Sinn, wenn Sie glauben, dass Menschen sich entwickeln können. Ein statisches Menschenbild macht Führung wirkungslos. Das Video dazu.
Das Wichtigste aus dem Vortrag
- Ermutigung setzt ein dynamisches Menschenbild voraus. Bei einem statischen Menschenbild ist sie schlicht sinnlos.
- Ihr Menschenbild lenkt Ihr Handeln: Wer an Talent glaubt, setzt auf Selektion. Wer an Lernen glaubt, setzt auf Entwicklung.
- Rückschläge und Misserfolge sind kein Beweis für fehlendes Talent, sondern eine Rückmeldung über den aktuellen Lernstand.
- Was als „Faulheit“ oder „Verweigerung“ gilt, ist meist Entmutigung und Resignation.
- Führen heißt Entwickeln: Menschen dabei helfen, über sich hinauszuwachsen.
Naturbegabung ist 10.000 Stunden Üben.
Ermutigung hat nur dann einen Sinn, wenn man davon überzeugt ist, dass sich Menschen entwickeln können (und wollen). Deshalb verträgt sie sich nicht mit einem statischen Menschenbild: Wer nur an Naturtalent glaubt und der Meinung ist, dass die einen es haben und die anderen nicht, für den ist Ermutigung sinnlos: Wer Talent hat, braucht sie nicht, und wer keines hat, bei dem nützt sie nichts.
Statt solchem Schwarz-Weiß-Denken ist es wohl realistischer, davon auszugehen, dass in uns Menschen zwar vielfältige Begabungen angelegt sind, dass die sich aber nicht von alleine entfalten, sondern durch beharrliches Lernen und ausdauerndes Training entwickelt werden müssen. Eine gute Führung kann hier einen wichtigen Beitrag leisten, um ihre Adressaten durch Ermutigen und Fordern dazu anzuhalten, trotz anfänglicher Misserfolge an der Sache dranzubleiben und Rückschläge wie Lernplateaus zu überwinden.
Was Sie im Video lernen.
- Warum das Menschenbild entscheidet — hinter dem viel beschworenen „War for Talents“ steht ein statisches Menschenbild: gut oder nicht gut, kaum veränderbar. Konsequenz: Selektion statt Entwicklung.
- Konstanten oder Variablen — wie vorgegeben oder wie trainierbar sind Intelligenz, soziale Kompetenz, Führungsqualitäten, Kreativität? Ihre Antwort verrät Ihr Menschenbild.
- Anlage und Umwelt sind keine Gegenpole — was nicht angelegt ist, kann sich nicht entwickeln. Aber längst nicht alles, was angelegt ist, wird auch entwickelt.
- Statisch gegen dynamisch — der statische Blick hofft auf Naturtalent und deutet Misserfolg als Katastrophe. Der dynamische Blick versteht Feedback als Lernchance (nach Carol Dweck, „Mindset“).
- Das Fallbeispiel „Durchgefallen“ — Ihre Nachwuchskraft besteht den Zulassungstest nicht. Die Schlüsselfrage: „untalentiert“ oder „nicht gut genug vorbereitet“? Aufgeben oder Dranbleiben?
- Der Mutpegel — ob Menschen sich weiterentwickeln oder stagnieren, wird maßgeblich von ihrem Mutpegel bestimmt. Menschen strengen sich nur an, wenn sie Erfolgszuversicht haben.
- Training und Naturtalent — wir unterschätzen, wie viel beharrliches Üben hinter dem steht, was scheinbar mühelos von der Hand geht.
- Fordern und Ermutigen gehören zusammen — ermutigende Führung ist kein Verzicht auf das Fordern von Leistung, sondern dessen unverzichtbare Ergänzung.
Druck bringt Aktivität. Nicht Leistung.
Druck kann zusätzliche Aktivität auslösen, hebt aber das Leistungsniveau nicht und bringt Qualitätsrisiken mit sich. Heißt: Nur gezielte, punktgenaue und beharrliche Ermutigung bringt Menschen dazu, dort neue Anstrengung zu investieren, wo sie längst aufgegeben und resigniert hatten.
Die Folien zu diesem Vortrag können Sie hier herunterladen.
Whitepaper-Download
Das Menschenbild der ermutigenden Führung.
Die Vortragsfolien von Winfried Berner zum Nachlesen: warum Ihr Menschenbild über Selektion oder Entwicklung entscheidet.
Was Sie erwartet:
- Statisches gegen dynamisches Menschenbild im direkten Vergleich (nach Carol Dweck)
- Das Fallbeispiel „Durchgefallen“ mit fünf Reaktionsmustern
- Wie der Mutpegel über Leistung und Weiterentwicklung entscheidet
- Resümee: Führen = Entwickeln
Häufige Fragen.
Was ist der Unterschied zwischen einem statischen und einem dynamischen Menschenbild?
Das statische Menschenbild hofft auf Naturtalent, erwartet, dass Fähigkeiten einem zufliegen, und deutet Misserfolg als Katastrophe. Das dynamische Menschenbild glaubt an Erlernbarkeit, versteht Können als Lernprozess und Feedback als Lernchance. In der Führung heißt das: schnelles, endgültiges Urteil gegen vorläufige, entwicklungsorientierte Einschätzung.
Warum funktioniert Ermutigung nur bei einem dynamischen Menschenbild?
Ermutigung ergibt nur Sinn, wenn man überzeugt ist, dass sich Menschen entwickeln können. Bei einem statischen Menschenbild ist sie nutz- und sinnlos: Wer als „guter Mann“ gilt, braucht keine Ermutigung. Wer als „kein guter Mann“ gilt, bei dem bringt sie angeblich nichts. Die logische Konsequenz ist Selektion statt Entwicklung.
Ist ermutigende Führung ein Verzicht auf das Fordern von Leistung?
Nein. Ermutigende Führung ist kein Verzicht auf das Fordern, sondern dessen unverzichtbare Ergänzung, ohne die das Fordern in kontraproduktiven Dauerstress umschlägt. Druck erzeugt zwar Aktivität, aber kein höheres Leistungsniveau. Nur punktgenaue Ermutigung bringt Menschen dort weiter, wo sie schon resigniert hatten.
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