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Video: Mutiger Umgang mit Konflikten Teil III - Nachhalten.

Eine Vereinbarung ist noch keine Lösung. Warum Konflikte erst durch konsequentes Nachhalten enden – und was die fünf Frösche damit zu tun haben.

Winfried Berner ·3 Min. Lesezeit

Das Wichtigste aus dem Vortrag

  • Vereinbaren ist nicht Umsetzen. Ein Konflikt ist erst gelöst, wenn die Einigung tatsächlich gelebt wird und sich in der Praxis bewährt.
  • Der klassische Fehler ist, sich zu früh am Ziel zu glauben. Ohne konsequentes Nachhalten kehren die alten Gewohnheiten zurück.
  • Nachhalten heißt dranbleiben – freundlich und fest. Weder streiten noch nachgeben.

Weder streiten noch nachgeben.

Rudolf Dreikurs

Zu den fatalsten Irrtümern im Leben zählt die Vorstellung, ein Konflikt sei gelöst, wenn man eine Vereinbarung getroffen hat, mit der alle Beteiligten leben können. So plausibel dies auf den ersten Blick auch klingt, dass das Ziel damit noch nicht erreicht ist, zeigt sich spätestens, wenn die getroffene Vereinbarung nicht umgesetzt wird. Dann sind die Frustration, die Enttäuschung und der Ärger groß.

In Wirklichkeit ist ein Konflikt erst dann gelöst, wenn die getroffene Vereinbarung erstens tatsächlich “gelebt”, sprich umgesetzt wird und sich zweitens in der Praxis bewährt. Das Treffen einer Vereinbarung ist dazu nur ein erster Schritt – der aber wenig wert ist, wenn ihm keine Umsetzung folgt.

Dass zwischen Vereinbaren und Umsetzen ein Unterschied ist, illustriert die Geschichte von den fünf Fröschen, die auf einem Baumstamm sitzen: Vier davon entscheiden sich, ins Wasser zu springen. Quizfrage: Wie viele bleiben übrig? Die Antwort lautet: Fünf – weil Entscheiden und Handeln nicht dasselbe ist. Genauso ist Vereinbaren und Umsetzen nicht dasselbe.

Was Sie im Video lernen.

  • Der häufigste Irrtum — warum eine getroffene Einigung noch keine gelöste Konfliktsache ist.
  • Vereinbaren ist nicht Umsetzen — die Geschichte der fünf Frösche und der Unterschied zwischen Zustimmen und Handeln.
  • Warum wir nicht nachhalten — unrealistische Erwartungen, fehlende Verabredungen, Schleifenlassen und die schleichende Rückkehr alter Gewohnheiten.
  • Erste Sofortmaßnahme: Empathie für sich selbst — die eigenen Gefühle, Gedanken und Handlungsimpulse wahrnehmen, wenn eine Vereinbarung gebrochen wird.
  • Umsetzungshindernis 1: entmutigende Selbstgespräche — und die Kehrtwende, belastende Gedanken bewusst von negativ auf konstruktiv zu wenden.
  • Umsetzungshindernis 2: trennende Gefühle — die eigenen „roten Knöpfe” kennen und lernen, sie zu kontrollieren.
  • Umsetzungshindernis 3: zu reaktives Verhalten — am eigenen Ziel orientieren statt an den Provokationen der Situation.
  • Was Sie konkret tun können — freundliche Konfrontation, Beharrlichkeit und natürliche Konsequenz statt Strafe.

Die eigenen roten Knöpfe kennen

Nicht das Tun des anderen löst trennende Gefühle wie Empörung, Ärger oder Wut aus, sondern wie wir es uns erklären: als Unzuverlässigkeit, Rücksichtslosigkeit, Absicht. Heißt: Ändern Sie Ihre Erklärung, ändert sich Ihr Gefühl. Wer seine eigenen „roten Knöpfe“ kennt, kann lernen, sie zu kontrollieren, statt von ihnen gesteuert zu werden.

Die Folien zu diesem Vortrag können Sie hier herunterladen. Darüber hinaus finden Sie diese Inhalte auch in dem Artikel Konfliktlösung: Getroffene Vereinbarungen konsequent nachhalten.

Whitepaper-Download

Mutiger Umgang mit Konflikten III: Nachhalten.

Die Vortragsfolien zum Nachhalten von Vereinbarungen – kompakt zum Nachlesen und Weitergeben.

Was Sie erwartet:

  1. Warum ein Konflikt erst mit der gelebten Umsetzung gelöst ist
  2. Die drei Umsetzungshindernisse: Selbstgespräche, trennende Gefühle, reaktives Verhalten
  3. Die Kehrtwende: belastende Gedanken bewusst wenden
  4. Freundliche Konfrontation, Beharrlichkeit und natürliche Konsequenz
Folien herunterladen (PDF)

Häufige Fragen.

Wann ist ein Konflikt wirklich gelöst?

Nicht schon dann, wenn eine Einigung getroffen wurde. Ein Konflikt ist erst gelöst, wenn die Vereinbarung tatsächlich umgesetzt wird und sich in der Praxis bewährt. Vereinbaren und Umsetzen sind nicht dasselbe.

Was tun, wenn sich jemand nicht an die Vereinbarung hält?

Erste Sofortmaßnahme ist Empathie für sich selbst: die eigenen Gefühle und Impulse wahrnehmen. Dann freundlich konfrontieren, beharrlich dranbleiben und natürliche Folgen greifen lassen – weder streiten noch nachgeben.

Was ist die Kehrtwende?

Die bewusste Abkehr von negativen Selbstgesprächen. Belastende Gedanken werden erkannt, aufgeschrieben und von negativ auf konstruktiv gewendet – zum Beispiel von „Mit mir kann man es ja machen“ hin zu „Ich bleibe dran und bestehe auf der Umsetzung – freundlich und fest.“

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