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Video: Die Besonderheiten Ermutigender Führung.

Andere ermutigen? Das gelingt nur, wer sich selbst nicht ständig zerlegt. Warum ermutigende Führung beim inneren Ton beginnt — und wie Sie ihn drehen.

Winfried Berner ·2 Min. Lesezeit

Das Wichtigste aus dem Vortrag

  • Führung ist eine besondere Beziehung: auf Dauer angelegt, ergebnisorientiert und asymmetrisch — deshalb ist ermutigende Führung ein besonders anspruchsvoller Spezialfall der Ermutigung.
  • Ob aus der zufälligen Mischung von Talenten mutlose Befehlsempfänger oder selbstbewusste Könner werden, entscheidet maßgeblich die Führung.
  • Der Hebel ist die Grundhaltung: Defizitorientierung startet eine Abwärtsspirale, Potenzialorientierung eine Aufwärtsspirale.

Die Qualität einer Führungskraft bemisst sich danach, ob Menschen in der Zusammenarbeit kleiner oder größer werden.

Nur wer ein freundliches, akzeptierendes Verhältnis zu sich selbst hat, kann andere ermutigen. Eine wichtige Rolle spielt dabei, die inneren Selbstgespräche, die wir ständig führen, bewusst wahrzunehmen und sie, wenn nötig, so umzugestalten, dass wir uns selbst mehr ermutigen, statt uns in kritischen Situationen mit negativen Kommentaren und destruktiver Selbstkritik selbst zu entmutigen.

Was Sie im Video lernen.

  • Was Führung von anderen Beziehungen unterscheidet — Auf Dauer angelegt, ergebnisorientiert und asymmetrisch.
  • Die drei „Führungen” — Führung in der Hierarchie, Führung ohne Weisungsbefugnis (Projekte, Kunden) und Führung von unten nach oben.
  • Ermutigende Führung als Spezialfall — Beruflicher Kontext, Arbeitsvertrag als formaler Rahmen, permanenter Erwartungsabgleich, erhöhtes Konfliktpotenzial.
  • Der doppelte Nutzen — Menschlich und ökonomisch: Produktivität, Entlastung der Führungskraft, mehr Eigenständigkeit und Marktwert der Mitarbeiter.
  • Klassische Führungsaufgaben, ermutigend gestaltet — Klare Erwartungen, deutliches Feedback, offener Umgang mit Fehlern, Weiterentwicklung.
  • Befehlsempfänger oder Könner — Wie das Pendeln zwischen Überforderung und Bevormundung mutlos macht — und schrittweises Coachen stark.
  • Die zwei Spiralen — Defizitorientierung abwärts, Potenzialorientierung aufwärts.
  • Die schwierigste Führungsaufgabe — Jemanden für etwas qualifizieren, das man selbst meisterhaft beherrscht.

Die Abwärtsspirale der Defizitorientierung

Wer nur auf Defizite schaut, nörgelt, setzt unter Druck, kritisiert dauernd. Heißt: Stress und Angst wachsen, das Selbstvertrauen sinkt, Potenzial bleibt liegen — was die Führungskraft in ihrer Defizitsicht bestätigt. Erst die Potenzialorientierung dreht die Spirale um.

Häufige Fragen.

Was unterscheidet Führung von anderen Beziehungen?

Drei Dinge: Sie ist auf Dauer angelegt, sie ist ergebnisorientiert (kein Selbstzweck, unter Zeit- und Ergebnisdruck) und sie ist asymmetrisch — die Führungskraft ist für die Ergebnisse der Mitarbeiter verantwortlich.

Warum ist ermutigende Führung anspruchsvoller als Ermutigung im Alltag?

Weil sie unter Ergebnisdruck stattfindet, eine gemeinsame Beziehungsgeschichte samt Altlasten mitbringt und die Führungskraft selbst vom Ergebnis betroffen ist.

Was macht aus Mitarbeitern mutlose Befehlsempfänger?

Ein Pendeln zwischen Überforderung und Bevormundung. Umgekehrt werden Menschen durch schrittweises Coachen, Fordern und Ermutigen zu selbstbewussten Könnern.

Was ist die schwierigste Führungsaufgabe?

Jemanden für eine Aufgabe zu qualifizieren, die man selbst meisterhaft beherrscht — geduldig und gelassen, statt genervt einzugreifen.

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