Konflikte

Widerstände, Konflikte und Krisen.

Widerstand ist keine Störung, sondern die Regel jeder Veränderung. Wie aus Reaktanz ein Konflikt wird, wann er zur Krise eskaliert — und wie Sie gegensteuern.

Winfried Berner ·2 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Widerstand ist keine Störung, sondern die Regel. Jede Veränderung löst Angst und Kontrollverlust aus.
  • Ein Konflikt heißt zunächst nur: unvereinbare Absichten treffen aufeinander. Noch kein Drama.
  • Ungelöst eskaliert er — zum Machtkampf oder zur Krise, in der niemand mehr weiterweiß.

Widerstände und Konflikte sind die normale und unvermeidliche Begleiterscheinung von Veränderungsprozessen. Denn die Konfrontation mit Veränderungen löst Ängste und ein Gefühl von Kontrollverlust aus - die fast reflexartige Reaktion darauf ist Reaktanz, das heißt das Bedürfnis, die bedrohte oder verloren gegangene Handlungsfreiheit wieder herzustellen. Wenn die Treiber der Veränderung diesem Widerstand nicht nachgeben, kommt es zum Konflikt - was zunächst nichts Schlimmes ist, sondern nur das Zusammentreffen unvereinbarer Absichten und Erwartungen. Wird dieser Konflikt nicht aufgelöst, kann er sich zu einem Machtkampf verschärfen, oder auch zu einer Krise, das heißt zu einer Situation, wo die Beteiligten nicht mehr weiter wissen, weil sie keine geeignete Handlungsstrategie zu Verfügung haben.

Widerstände, Konflikte und Krisen: Grundbegriffe

Widerstände und Konflikte sind die normale und unvermeidliche Begleiterscheinung von Veränderungsprozessen.

Die Dynamik von Konflikten

Konstruktives Konfliktmanagement

Prävention schlägt Reparatur

Der teuerste Konflikt ist der vermiedene. Er verschwindet nicht, er wandert nur unter die Oberfläche. Heißt: Konfliktfähigkeit ist keine Charakterfrage, sondern eine Führungsdisziplin. Wer früh klärt, zahlt weniger als der, der auf Harmonie hofft.

Spezielle Konfliktkonstellationen

Häufige Fragen.

Warum lösen Veränderungen fast immer Widerstand aus?

Weil die Konfrontation mit Veränderung Ängste und ein Gefühl von Kontrollverlust auslöst. Die reflexartige Reaktion darauf ist Reaktanz — das Bedürfnis, die bedrohte Handlungsfreiheit zurückzuholen.

Ist ein Konflikt schon ein Problem?

Zunächst nicht. Ein Konflikt ist nur das Zusammentreffen unvereinbarer Absichten und Erwartungen. Gefährlich wird er erst, wenn er ungelöst bleibt und sich verschärft.

Wann wird aus einem Konflikt eine Krise?

Wenn die Beteiligten keine geeignete Handlungsstrategie mehr haben. Dann wissen sie schlicht nicht mehr weiter — das ist der Punkt, an dem aus Streit eine Krise wird.

Was bedeutet Reaktanz?

Der fast reflexhafte Drang, eine bedrohte oder verloren gegangene Handlungsfreiheit wiederherzustellen. Das ist der Kern jedes Widerstands.

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