Videos

Video: Was genau mit Mut und Ermutigung gemeint ist (und was nicht).

Teil 2 der Videoserie Ermutigende Führung. Was Mut und Ermutigung meinen — und was nicht. Warum sich Ermutigung nicht addiert, sondern potenziert.

Winfried Berner ·2 Min. Lesezeit

Das Wichtigste aus dem Vortrag

  • Gemeint ist prosozialer, sachbezogener Mut — der bestmögliche Beitrag zum Ganzen. Nicht Mutprobe, Waghalsigkeit oder Mut gegen andere.
  • Ermutigung ist nicht Lob: Lob belohnt Vergangenes am Maßstab des Lobenden, Ermutigung richtet sich zukunfts- und prozessorientiert am Bedarf des Adressaten aus — auf Augenhöhe.
  • Ermutigung potenziert sich. Über Jahre entscheidet sie, ob aus gleicher Begabung eine Hochbegabung oder verschenktes Talent wird.

Ich bin nicht auf der Welt, um der Beste zu sein, sondern um mein Bestes zu geben.

Theo Schoenaker

Teil 2 unserer Videoserie “Ermutigende Führung – Ermutigende Führungskultur” erklärt, was wir unter Mut und Ermutigung verstehen und was nicht, und erklärt den Unterschied zwischen Ermutigung und Lob / Anerkennung. Er zeigt, weshalb sich Ermutigung nicht addiert, sondern potenziert.

Was Sie im Video lernen.

  • Was Mut NICHT ist — Keine Mutprobe, keine Waghalsigkeit, kein Mut gegen die Gemeinschaft (die „unnütze Seite des Lebens”).
  • Was Mut ist — Sozialer Mut: den bestmöglichen Beitrag zum Ganzen leisten; mutig und unvollkommen das Notwendige tun.
  • Ermutigung von außen und von innen — Mut wächst oder schwindet auch durch das eigene innere Selbstgespräch.
  • Ermutigung ist nicht Lob — Die Unterschiede: Zukunft statt Vergangenheit, Prozess statt Ergebnis, Bedarf des Adressaten statt Maßstab des Lobenden, Augenhöhe statt Überordnung.
  • Die drei Gründerväter — Alfred Adler, Rudolf Dreikurs und Theo Schoenaker.
  • Mut als Formel — Selbstverantwortung plus Aktivität plus Gemeinschaftsgefühl.
  • Ermutigung als Prozess — Kein direkter Zugriff auf den Mut anderer; kein Trommelfeuer; mutlose Menschen entmutigen zunächst ihre Ermutiger.
  • Die potenzierende Wirkung — Warum sich Ermutigung über die Zeit potenziert statt bloß zu addieren.

Die Übung: Einmal angenommen …

Gönnen Sie sich in einer ruhigen Stunde einen Gedanken. Einmal angenommen, ich wäre mutiger — was würde ich dann tun? Die Frage ist unverbindlich, sie zwingt zu nichts. Und doch macht sie Möglichkeiten sichtbar, die man sich sonst gar nicht zu denken erlaubt.

Häufige Fragen.

Was ist in diesem Zusammenhang mit Mut gemeint?

Sozialer, sachbezogener Mut — der bestmögliche Beitrag zum Ganzen. Nicht die selbstbezogene Mutprobe, nicht Waghalsigkeit und nicht Mut, der sich gegen andere richtet.

Worin unterscheidet sich Ermutigung von Lob?

Lob belohnt eine vergangene Leistung am Maßstab des Lobenden. Ermutigung ist zukunfts- und prozessorientiert, setzt keine Mindestleistung voraus und begegnet dem anderen auf Augenhöhe.

Kann man einen anderen Menschen mutiger machen?

Nicht direkt. Jeder entscheidet selbst über seinen Mut. Von außen lassen sich nur Impulse geben — und die wirken nur, wenn der andere sie annimmt.

Warum reagieren manche zunächst abweisend auf Ermutigung?

Weil mutlose Menschen sich eingerichtet haben und zunächst ihre Ermutiger entmutigen. Gerade in der Führung gehört das dazu — Ermutigung wird nicht immer sofort belohnt.

Die Folien zu diesem Vortrag können Sie hier als PDF herunterladen.

Downloads & Weiterführendes

ÜbersichtHier finden Sie eine Übersicht über alle unserer Videos und Vorträge zu Change Management und Kulturveränderung.

Frage zu diesem Thema?

Stellen Sie Ihre Frage. Der Assistent durchsucht über 1.000 Seiten: Fachartikel, Rezensionen, Beratungsseiten und Seminare. Zu jeder Antwort nennt er Ihnen die Quelle.

Die Antworten erzeugt eine KI aus den Texten dieser Website. Sie können Fehler enthalten und ersetzen kein Gespräch. Preise, Termine und Zusagen nennt der Assistent nicht.