Change-Management-Methoden

Ausstellungen: Ein Angebot ohne Verpflichtung.

Ein paar gute Tafeln dort, wo die Leute ohnehin warten. Wie Ausstellungen im Change niedrigschwellig informieren, ohne dass sich jemand festlegen muss — und worauf es bei Ort und Gestaltung ankommt.

Winfried Berner ·2 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Ausstellungen informieren niedrigschwellig — anschauen, ohne Stellung beziehen zu müssen.
  • Kurz halten: vier bis fünf Tafeln, in einer Viertelstunde zu schaffen.
  • Ort und Gestaltung entscheiden. Dorthin, wo Leute ohnehin warten — und lieber vom Profi gemacht.

Viele Menschen sind dafür zu haben, sich schnell mal ein paar Bilder, Grafiken oder Texttafeln anzuschauen, vorausgesetzt, die Ausstellung ist ansprechend gestaltet und ihre Betrachtung artet nicht in Arbeit aus. Der Charme von Ausstellungen ist, dass sie eine unverbindliche (“niedrigschwellige”) Information und Kontaktaufnahme ermöglichen: Man kann sich umschauen und Eindrücke sammeln, ohne gleich diskutieren, Stellung nehmen und sich festlegen zu müssen. Da ein paar auffällige und gut gemachte Tafeln die Leute anziehen, eignen sich Ausstellungen auch gut als “Appetitanreger” für einen Infostand.

Niedrige Barriere.

Verkehrs-günstige Lage

Damit Ihr Angebot angenommen wird, sollten Sie als Ausstellungsort Plätze wählen, wo Ihre Kollegen ein bisschen Muße in ihrem Tagesablauf haben: im Foyer, vor der Kantine, im Flur, auf der Besprechungsetage, an der Bushaltestelle oder anderswo, wo man freiwillig oder unfreiwillig etwas verweilt. (Wenn es keinen solchen Platz gibt, verzichten Sie auf eine Ausstellung: Dann ist das entweder für Ihr Unternehmen nicht der richtige Weg – oder Sie haben keine Lust auf diese Methode!)

Blickfang

Für die Gestaltung einer Ausstellung sind zwei Dinge wichtig: Zum einen brauchen Sie einen Blickfang, der die Aufmerksamkeit anzieht. Zum anderen ist wichtig, den Umfang so zu begrenzen, dass Ihre Ausstellung in 10 bis maximal 15 Minuten zu schaffen ist. Denn mitten im Arbeitsalltag wird sich kaum jemand länger als eine Viertelstunde Zeit nehmen. Das heißt maximal 4 bis 5 Informationstafeln – mehr hinterlässt nur Frust.

Die Viertelstunden-Regel

Im Arbeitsalltag nimmt sich niemand länger Zeit. Heißt: vier bis fünf Tafeln, in 10 bis 15 Minuten zu schaffen. Alles darüber hinaus hinterlässt Frust statt Aufmerksamkeit.

Gestaltung durch Agentur

Wenn Sie eine Ausstellung planen, sollten Sie in Erwägung ziehen, die Gestaltung in die Hände einer einschlägig erfahrenen Agentur zu legen. Denn sie ist erstens zeitaufwendig, und zweitens ist die Gestaltung ansprechender Tafeln ein Handwerk, bei dem es nicht schadet, wenn man es gelernt hat. Neben Werbeagenturen (die für so etwas oft zu teuer sind) könnten Sie auch an Grafiker und an Messebauer denken – letztere haben Erfahrung mit dem Gestalten von Info-Ständen, die das vorbeiströmende Publikum an den Messestand locken sollen.

Arbeitsproben anschauen

Lassen Sie sich von in Frage kommenden Agenturen Arbeitsproben zeigen, damit Sie sicher sein können, dass sich der Stil der Agentur mit Ihren Vorstellungen verträgt. Die Chemie muss hier nicht nur im persönlichen Verhältnis stimmen, sondern vor allem auch im Stil der Gestaltung. Versuchen Sie, die Arbeitsproben aus der Perspektive Ihrer Adressaten anzuschauen: Wenn sie Sie ansprechen, werden sie mit einiger Wahrscheinlichkeit auch Ihre Kollegen ansprechen.

Wenn sie Sie ansprechen, werden sie mit einiger Wahrscheinlichkeit auch Ihre Kollegen ansprechen.

Vorlauf erforderlich

Und planen Sie ein paar Wochen Vorlauf ein. Die Agentur wird Zeit brauchen, sich in Ihre Aufgabenstellung hineinzudenken. So etwas klappt selten im ersten Anlauf. Zudem wird die Agentur Zeit benötigen, um einem so eigensinnigen Kunden wie Ihnen einen noch tragbaren Kompromiss zwischen Informationsmenge und ansprechender Gestaltung abzuringen. (Gilt für alle Kunden.)

Häufige Fragen.

Wo sollte eine Ausstellung im Unternehmen stehen?

Dort, wo die Kollegen ohnehin ein bisschen Muße haben. Im Foyer, vor der Kantine, im Flur, auf der Besprechungsetage, an der Bushaltestelle. Heißt: wo man freiwillig oder unfreiwillig etwas verweilt. Gibt es keinen solchen Platz, verzichten Sie lieber ganz.

Wie umfangreich darf eine Ausstellung sein?

Maximal vier bis fünf Informationstafeln. In 10 bis 15 Minuten zu schaffen. Länger als eine Viertelstunde nimmt sich im Arbeitsalltag kaum jemand Zeit — mehr Tafeln hinterlassen nur Frust.

Selbst gestalten oder eine Agentur beauftragen?

Gute Tafeln sind ein Handwerk, das man gelernt haben sollte. Neben Werbeagenturen — oft zu teuer — kommen Grafiker und Messebauer infrage. Lassen Sie sich vorher Arbeitsproben zeigen und prüfen Sie sie aus der Perspektive Ihrer Adressaten.

Wie viel Vorlauf braucht die Gestaltung?

Ein paar Wochen. Die Agentur muss sich in Ihre Aufgabe hineindenken und einen tragbaren Kompromiss zwischen Informationsmenge und Gestaltung finden. Das klappt selten im ersten Anlauf.

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